Franz Kardinal Hengsbach (1910-1991), erster Bischof des 1957 gegründeten Bistums Essen, war einer der einflussreichsten und bekanntesten deutschen Bischöfein der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er prägte die Identität des „Ruhrbistums“ entscheidend. Sein vielfältiges, die Grenzen des Bistums überschreitendes Engagement verschaffte ihm sowohl weltkirchlich als auch außerkirchlich Aufmerksamkeit und Ansehen. Schon vor seiner Bischofsernennung hatte er als enger Vertrauter Lorenz Jaegers in seinem „Heimatbistum“ Paderborn in der unmittelbaren Nachkriegszeit entscheidende Impulse gesetzt. Seit September 2023 wurden Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe durch ihn laut, die das Bistum Essen veranlassten, eine Studie zu seiner Person in Auftrag zu geben.
Die Kommission für kirchliche Zeitgeschichte im Erzbistum Paderborn unternimmt mit dieser Tagung den Versuch, auf der Basis aktuellen Forschungsergebnisse ein umfassendes Bild der ambivalenten Person und des vielseitigen Wirkens Franz Hengsbachs zu zeichnen.
Das genaue Tagungsprogramm wird in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht.
Anmeldeschluss: 21. August 2026